Spitex bedeutet Spital externe Hilfe, Gesundheits- und Krankenpflege, das heisst, Hilfe, Pflege und Beratung ausserhalb des Spitals oder Heims, bei Ihnen zuhause. NPO steht für Non-Profit-Spitex, also öffentliche bzw. gemeinnützige Spitex-Organisationen.

Spitex unterstützt bei Krankheit, Behinderung, Gebrechlichkeit, bei Schwangerschaftskomplikationen, nach einer Geburt, während der Rekonvaleszenz und in Krisensituationen mit Abklärung, Beratung, pflegerischer und hauswirtschaftlicher Betreuung und je nach Spitex-Organisation mit Mahlzeiten und Hilfsmitteln.

Dank Spitexleistungen können hilfsbedürftige Betagte, Kranke und Behinderte in ihrer gewohnten Umgebung bleiben oder früher von einem stationären Aufenthalt nach Hause zurückkehren. Ziel der Spitex ist dabei, die Selbständigkeit des Klienten/der Klientin zu erhalten und zu fördern. Wenn möglich und gewünscht, wird das soziale Umfeld in die Hilfe und Pflege miteinbezogen.


Wer hat Anrecht auf Spitex Leistungen?
Spitex steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung, die Beratung, Hilfe und Pflege Zuhause benötigen - unabhängig der Nationalität, Konfession oder des Alters. (Siehe auch "Wer bezahlt Spitex".)


Wie wird Spitex angefordert?
Jede Gemeinde im Kanton Bern verfügt über ein Spitexangebot. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder bei der Organisation vor Ort. Die Anmeldung erfolgt über die Spitexorganisation vor Ort.

Pflegerische Leistungen: Die Spitex klärt den Bedarf der pflegerischen Betreuung ab. Laut Gesetz muss diese Bedarfsabklärung von ärztlicher Seite genehmigt werden, damit die Leistungen von der Krankenkasse bezahlt werden.

Hauswirtschaftliche Leistungen: Die Spitex klärt den Bedarf der hauswirtschaftlichen Leistungen unter Einbezug des sozialen Umfeldes ab.


Wer bezahlt Spitex?
Die pflegerischen Leistungen werden gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) von der Krankenkasse übernommen, sofern diese ärztlich verordnet wurden.

Es gelten folgende Tarife gegenüber den Krankenkassen:

Abklärung und Beratung      Fr. 79.80 /Std.
Behandlungspflege             Fr. 65.40 /Std.
Grundpflege                      Fr. 54.60 /Std.

In den Ansätzen sind die Wegkosten inbegriffen. Es können keine Zuschläge für Pflegeverrichtungen nachts, an den Wochenenden und an allgemeinen Feiertagen in Rechnung gestellt werden.

Die Minimaleinsatzzeit beträgt 10 Minuten. Anschliessend wird in Einheiten von 5 Minuten abgerechnet.

Der Klient / Die Klientin bezahlt:

  • 10% Selbstbehalt
  • Franchise
  • sog. Patientenbeteiligung je nach Einkommen und Pflegeaufwand (max. CHF 15.95 pro Tag)


Die hauswirtschaftlichen Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen, sofern eine entsprechende Zusatzversicherung besteht. Erkundigen Sie sich bitte vor Ort bei Ihrer lokalen Spitex-Organisation.


Wer arbeitet in der Spitex?
In der gemeinnützigen Spitex im Kanton Bern sind rund 4'600 Personen auf etwa 2'100 Ganztagesstellen verteilt. Diplomierte Pflegefachleute, Fachangestellte Gesundheit, HauspflegerInnen, PflegeassistentInnen, PflegehelferInnen SRK, HaushelferInnen etc. betreuen rund 30'000 Klientinnen und Klienten (Quelle: BFS, Spitex-Statistik 2012) .  


Pflegende Angehörige
Wenn möglich und gewünscht, versucht die Spitex, die Angehörigen in die Pflege und Betreuung miteinzubeziehen. Pflegeleistungen von Angehörigen gelten jedoch nicht als KVG-Pflichtleistungen und werden daher von der Versicherung nicht zurückerstattet.


Weiterführende Links
Fragen und Antworten zur Spitex 
Spitex Verband Schweiz